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Verurteilung von Anti-Abschiebe-Aktivist*innen wegen KVR-Blockade. Eine Prozesserklärung

Verurteilung von Anti-Abschiebe-Aktivist*innen wegen KVR-Blockade / Widerstand gegen Abschiebungen wird kriminalisiert

Drei Anti-Abschiebe-Aktivist*innen wurden gestern am 14.03.2017 vor dem Amtsgericht München wegen der Blockade des Kreisverwaltungsreferates im Februar 2016 schuldig gesprochen. Die Aktion fand in Solidarität mit dem Hungerstreik von Geflüchteten in der JVA Mühldorf am Inn statt.

In ihrer hier veröffentlichten Prozesserklährung, verurteilten die Aktivist*innen die aktuelle Abschiebepraxis, sowie die kontinuierlichen Verschärfungen des Asylrechts. Zu dem Urteilsspruch erklärten die Angeklagten: „Das Gerichtsurteil zeigt nur einmal mehr, dass der legitime Widerstand gegen Abschiebungen kriminalisiert wird. Menschen werden – damals wie auch heute – in Unsicherheit und Angst abgeschoben. Diejenigen, die sich an ihre Seite stellen, werden bestraft.“

Am 14.03.16 wurde Zaki K. als letzter der Hungerstreikenden nach Afghanistan abgeschoben. Genau ein Jahr später wurden gestern die Aktivist*innen wegen Nötigung und Vermummung zu 90, 60 und 50 Tagessätzen verurteilt. Der legitime Widerstand gegen Abschiebungen wird vom deutschen Staat damit systematisch kriminalisiert.


Erklärung zum Prozess gegen Anti-Abschiebe-Aktivist*innen am Amtsgericht München, 14/03/2017

Die folgende Prozesserklärung wurde am Dienstag, 14/03/2017, vor dem Amtsgericht München verlesen:

Am 25. Februar 2016 ketteten wir uns an die Eingangstüre des Kreisverwaltungsreferates. Zu diesem Zeitpunkt waren mehrere Insassen im Abschiebegefängnis in Mühldorf am Inn seit fünf Tagen im Hungerstreik. Ahmed S., Ali Z., Harun S., Abdulrahman B. und Zaki K. protestierten gegen ihre Abschiebungen und die Haftbedingungen.

Mit unserer Solidaritätsaktion forderten wir:

Ein Rückkehrrecht für Ahmed S. und alle anderen Abgeschobenen!
Die Freilassung aller in Abschiebehaft Inhaftierten!
Die Aussetzung der Abschiebungen der Hungerstreikenden in Mühldorf und aller anderen Abschiebungen!
Die Schließung der Rückführungs- und Abschiebehaftanstalten in Bamberg, Manching, Mühldorf am Inn und überall!
Bleiberecht für alle!

Wir wollten die Aufmerksamkeit von Politik und Medien auf den Hungerstreik im Abschiebegefängnis lenken und uns mit den Streikenden solidarisieren. Wir wollten auch die Ungerechtigkeit und Unmenschlichkeit der tagtäglichen Abschiebepraxis aufzeigen.

Wegen unserer Solidaritätsbekundung mit diesem Hungerstreik sitzen wir heute, fast ein Jahr später, auf der Anklagebank. Uns wird vorgeworfen: Versuchte Nötigung und Verstoß gegen das versammlungsrechtliche Vermummungsverbot.

Wir möchten zu diesen Vorwürfen zunächst erklären, dass unsere Aktion symbolisch war.

Wir wählten das KVR und die dortige Ausländerbehörde, als Symbol für alle bayerischen Ausländerbehörden, die über das Leben der Menschen entschieden hatten, die in der JVA Mühldorf protestierten.

Symbolisch war auch unsere Blockade. Es war für uns eine bewusste Entscheidung, nur eine der drei Türen des Haupteinganges des KVRs zu blockieren. Wir wollten den Personenverkehr nicht stören. Menschen, die in der Ausländerbehörde ein und aus gehen, müssen viele Wochen auf Termine warten, auf keinen Fall wollten wir Personen hindern ihre Termine wahrzunehmen. Für Besucher*innen und Personal war es immer noch möglich, das Gebäude durch zwei weitere Türen zu betreten und verlassen. Da wir nur die Außentüre blockierten, wäre es möglich gewesen die Innentüren und damit das Gebäude nach Dienstschluss komplett nach außen zu verschließen. Hätten wir eine tatsächliche Blockade des Gebäudes geplant, so hätten wir alle Türen besetzt.

Symbolisch war die Aktion auch, weil wir protestierten, um Aufmerksamkeit auf einen anderen Protest und dessen Forderungen zu lenken. Dies zeigt auch, der Kompromiss, den wir im Laufe der Aktion vorschlugen: Den Protestierenden in der JVA Mühldorf eine Pressekonferenz zuzustehen. Durch die Abschiebehaft hatten die Hungerstreikenden keine Möglichkeit mehr, Politik und Gesellschaft zu erreichen. Nicht uns selbst wollten wir in den Fokus der Medienöffentlichkeit rücken. Sondern die Protestierenden in Mühldorf. Die Gefängnisleitung unternahm alles, um die Protestierenden zu isolieren und verhinderte, dass ihre Forderungen aus den Mauern der JVA herausgetragen wurden: Besuche und Telefonate wurden irgendwann völlig unterbunden, Briefe erreichten die Gefangenen nicht.

Bei der Aktion ging es nicht um uns. Wir saßen dort in Solidarität mit den Hungerstreikenden. Es ging eben nicht darum, uns selbst zu inszenieren. Sondern das Schweigen der Medien zu brechen und die Aufmerksamkeit nach Mühldorf zu lenken. Nicht wir selbst wollten im Fokus der Medien stehen. Um das zu verdeutlichen, trugen wir Karnevalsmasken. Es zeigt sich auch während der Aktion, dass Journalist*innen sich mehr für unser persönliches Befinden als für den Zustand der Protestierenden in Mühldorf interessierten.

So war einen Tag zuvor Ahmed S., einer der Streikenden, nach Afghanistan abgeschoben worden. Obwohl er vom Hungerstreik geschwächt war. Obwohl er bei dem Brand in seiner Zelle am Vortag verletzt wurde. Obwohl auf ihn in Afghanistan nur ein Leben in Unsicherheit und Angst wartete. Diese Unmenschlichkeit zeigt sich auch an der Geschichte von Zaki K.. Wenige Tage nach seiner Abschiebung wurde er in Kabul entführt. Wenige Wochen später explodierte neben ihm die Bombe eines Selbstmordattentäters. Um all dem zu entgehen, blieb ihnen in Gefangenschaft als letztes politisches Mittel nur ein Hungerstreik.

Die Bundesrepublik Deutschland hat die Internationale Menschenrechtskonvention ratifiziert. Dennoch wird Artikel 14, das Recht auf Asyl, hier mit Füßen getreten. Auch Artikel 15, das Recht, eine Staatsangehörigkeit zu wechseln, wird nicht geachtet. Dies zeigt die Geschichte der Menschen, die vor einem Jahr im Abschiebegefängnis hungergestreikt haben. Dies zeigen die jüngsten Massenabschiebungen nach Kabul, gegen die es breiten Gegenprotest aus vielen Teilen der deutschen Gesellschaft gab. Dies zeigt, dass wir heute hier sitzen.

Das Recht auf Asyl ist im Deutschen Grundgesetz verankert. Dennoch wird im Moment das Asylrecht immer weiter verschärft. Staaten werden zu vermeintlich sicheren Herkunftsländern erklärt. Es werden Transitzonen und Asylobergrenzen gefordert. Mit all dem wird die Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit auf die Spitze getrieben. Dies ist ein Angriff gegen uns alle. Daher ist Widerstand gegen Abschiebungen nicht nur legitim, sondern auch Pflicht, oder wie Bertolt Brecht sagte: „Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“

Infos veröffentlicht auf: https://solidarityandresistance.noblogs.org/post/2017/03/14/erklarung-zum-prozess-gegen-anti-abschiebe-aktivistinnen-am-amtsgericht-munchen-14032017/

HINWEIS der Roten Hilfe München zum Thema Prozesserklärungen: Im Rahmen dieses Gerichtsprozesses gelang es unter anderem durch die Prozesserklärung und Öffentlichkeitsarbeit die Aktion am KVR selbst im Gerichtssaal „zu verlängern“. Da die Aktivist*innen in diesem Fall angekettet waren und eindeutig der vorgeworfenen Tat zugeordnet werden konnten, stellt diese Erklärung, die sich deutlich zu Tat bekennt, keine Zusammenarbeit mit den Repressionsbehörden dar. In anderen Fällen, bei denen die Zuordnung der Täter*innenschaft erst noch durch das Gericht zu beweisen wäre, macht es häufig Sinn in einer Prozesserklärung nicht mit „ich“ oder „wir“ zu schreiben, sondern allgemeinere Formulierungen zu wählen (z.B. indem man allgemein darlegt warum die Aktion politisch nötig war ohne sich selbst dazu zu bekennen oder durch das Verlesen einer Erklärung der Soli-Gruppe, welche die politischen Umstände nochmals darlegt ohne dabei direkt auf die Zuordnung der handelnden Subjekte einzugehen). Für Fragen oder Beratung beim Schreiben wendet Euch gern an muenchen@rote-hilfe.de.

Rundbrief Juni vom Berliner Mumia Buendnis

Der Rundbrief vom Juni 2011 ist online:

http://www.mumia-hoerbuch.de/rundbrief.htm#juni11

http://www.mumia-hoerbuch.de/image/obenunten.jpg
http://www.mumia-hoerbuch.de/image/untenunten.jpg

„Justice on Trial“ – Filmvorführung und Buchvorstellung am 2. Juni 2011

FILMVORFÜHRUNG UND VERANSTALTUNG MIT DER FILMEMACHERIN Johanna Fernandez
am 2. Juni 2011, 20 Uhr
Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstr. 80, München

Mumia Abu-Jamal – Journalist im Todestrakt

In der Nacht des 9. Dezember 1981 gab es im damaligen Rotlichtbezirk von Philadelphia eine Schießerei, an deren Ende der Polizist Daniel Faulkner tot war und der stadtbekannte Radio-Journalist Mumia Abu-Jamal schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde. Der Polizist war weiß, der Journalist schwarz.

Download Flyer (pdf)
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Neuerscheinung: „Freiheit für Mumia Abu-Jamal“ in der LAIKA-Reihe „Bibliothek des Widerstands“

Erscheinungstermin Mai 2011

Ein kurzer Überblick über den Inhalt:

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Februar Rundbrief zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal

Es gibt noch immer keine Nachricht über eine Entscheidung vor dem 3. Bundesberufungsgericht. Dieses Gericht sitzt derzeit erneut über die Frage der Todesstrafe gegen Mumia (Mehr hier…).

Eine Bitte: schreibt Mumia jetzt wieder öfter. Jede Karte, jeder Brief zeigt den Behörden, wie gross das öffentliche Interesse an Gerechtigkeit in seinem Fall ist.. Adresse und alle Details…

Am 18. März 2011 ist der Tag der politischen Gefangenen. Es wird dort auch Aktivitäten im Zusammenhang mit Mumia Abu-Jamal geben (siehe „Termine“ weiter unten). Die Rote Hilfe bringt am 18. März eine Zeitung als Sonderbeilage in der Jungen Welt heraus.

Der Buchverlag LAIKA erstellt momentan in Zusammenarbeit mit AktivistInnen aus der Free Mumia Bewegung einen Band über Mumia Abu-Jamal: hier…

Neben zahlreichen Texten von Mumia und anderen Autoren aus den USA werden auch verschiedene Filme auf DVD darin enthalten sein. Die Veröffentlichung ist für kurz vor Mumias 57. Geburtstag am 24. April 2011 geplant.
Die Forderung nach einer Bürgerrechtsuntersuchung in Mumias Fall in den USA wird lauter. Um Mumias Geburtstag herum werden deshalb erneut UnterstützerInnen das Justizministerium in Washington aufsuchen. Die Forderung kann auch im Internet unterschrieben werden. Der deutsche Text steht hier… Von dort geht es weiter zum Unterschreiben auf das Online Formular.

Amnesty International erneuerte anlässlich der Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht im vergangenen November, dass Mumia ein in neues Verfahren und kein neues Todesurteil verdiene: hier…

Wir werden momentan häufig gebeten, etwas zu den Veränderungen in Mumias Verteidigungsteam zu schreiben – in den letzten Wochen wurde an verschiedenen Stellen von einem angeblichen „Wechsel“ gesprochen. Das ist falsch. Anfang November ist lediglich Robert R. Bryan aus der Verteidigung ausgeschieden. Mumia schrieb dazu selbst am 11. November 2010:
„Liebe Brüder, Schwestern, Freundinnen und Freunde – ona move! Wie ihr vielleicht schon wisst, hat es Veränderungen in meiner anwaltlichen Vertretung gegeben. Was ihr vielleicht nicht wisst: das Team, das geblieben ist, ist schon seit Jahren dabei – und ihr kennt deren Arbeit, falls ihr die Anträge gelesen habt. Keine Sorge also – sie sind erfahrene, kluge und von der Sache überzeugte AnwältInnen, die wissen, was sie tun. (…) Ich danke euch allen dafür, dass ihr meine Entscheidung in dieser Sache respektiert. Manchmal ist Veränderung nicht nur gut – sie ist notwendig. Danke! Euer Bruder Mumia“ Vollständiger Text und Brief im Original.

Spendenkonto für die Verteidigung von Mumia Abu-Jamal in Deutschland:
Rote Hilfe e.V.
Kontonummer: 19 11 00 462
BLZ 440 100 46
Postbank Dortmund
Verwendungszweck: Mumia

Von dort werden die Spenden an die National Lawyers Guild in New York weitergeleitet und dem gesammten Verteidigunsgteam von Mumia zur Verfügung gestellt.

Sehr viele politische Gefangene in den USA sind bereits seit den 70iger Jahren (und teilweise auch noch länger) inhaftiert. Sie wurden Opfer des verdeckten FBI Programms COINTELPRO. Das war ein mit geheimdienstlichen Methoden angelegtes Aufstandsbekämpfungsprogramm, mit dem das FBI seit den 50iger Jahren systematisch linke Opposition gegeneinander aufhetzte, politische Brüche durch AgentInnen herbeiführte, AktivistInnen mit gefälschten Beweisen inhaftierte und teilweise in die Todestrakte brachte sowie in Zusammenarbeit mit lokalen Polizeien politische Morde initiierte. Das wohl bekannteste Mordopfer des FBI war 1969 der Black Panther Aktivist Fred Hampton in Chicago. Die Hintergründe seiner Ermordung wurden 1975 aufgedeckt. Nach verschiedenen Verfahren und Anhörungen im Kongress musste das FBI die Existenz dieses Programmes zugeben und mehrere Dutzend Morde und einige Hundert manipulierte Verurteilungen einräumen. Häufigster Methode, um „Lebenslänglich“ für linke AktivistInnen zu erreichen, waren übrigens untergeschobene Polizistenmorde. Der Zusammenhang zu Mumia Abu-Jamal, der selbst seit seinem 15. Lebensjahr im Visier des FBI stand, ist offensichtlich.

Vor einigen Monaten begann in den USA eine Kampagne zur Freilassung von politischen Langzeitgefangenen aus der Zeit des COINTELPRO. Dazu diesmal einige Artikel Links unter „Gegen Rassismus und Repression“. Bitte beachtet in diesem Zusammenhang auch die Demo für Leonard Peltier in Frankfurt am 5. Februar (Mehr hier…).
sowie den Anruf-Fax-E-mailtag am 6. Februar ((Mehr hier…).

In den USA hat das Ermorden von Gefangenen in den letzten Wochen einiges an „geregelter Normalität“ verloren. Durch den Verlust von Nachschub an Thiopental sind die Henker inzwischen damit beschäftigt, das für Hinrichtungen nötige Gift aus der EU und Indien zu importieren, oder auf andere Gifte aus der Tiermedizin umzusteigen, wie z.B. in Oklahoma. Letzteres birgt zwar „rechtsstaatliche“ Komplikationen. Es scheint sich aber niemand so richtig zuständig zu fühlen.
Ein Händler aus Westlondon hatte Ende September 2010 bereits den US Bundesstaat Arizona beliefert. Damals war Thiopental für mindestens 10 Hinrichtungen aus der EU ausgeführt worden. (hier…)
Arizona hat seine erworbenen Rationen Thiopental nun mit Georgia geteilt. Nebraska, ein weiterer Bundesstaat, importierte anscheinend 500 Gramm aus Indien (hier…).
Andere US Bundesstaaten wie z.B. Texas haben auch nur noch sehr wenig Thiopental. Sie alle schauen nach Oklahoma, wo gerade Pentobarbital eingesetzt wird, was einem Medikament aus der Tiermedizin ähnelt. Es dürfte den beobachtenden Bundesstaaten hierbei weniger um die Wirkung der Chemikalie gehen, sondern eher darum, wie sich Oklahoma öffentlich und juristisch damit behauptet.
Der Hintergrund: In verschiedenen US Bundesstaaten ist seit einigen Monaten das Gift für Hinrichtungen knapp: (hier…) Eine zunächst erstaunliche Meldung erreichte uns im Januar über den Pharma Konzern Hospira. Sie werden in Zukunft kein Natrium Thiopental mehr herstellen. Das Produkt von Hospira ist durch Grundsatzurteile in den Hinrichtungsprotokollen der US Bundesstaaten vorgeschrieben. Es ist die erste der drei Chemikalien, welche bei der Hinrichtung mit der Giftspritze injiziert werden. Hospira geriet in Nöte, als seine in Italien ansässige Produktion kein Natrium Thiopental mehr an die USA liefern durfte, weil die EU eine Beteiligung europäischer Firmen an Hinrichtungen nicht billigt und nach der erfolgten Lieferung aus London inzwischen aktiv dagegen vorzugehen scheint.
Das wird vielleicht in mehreren US Bundesstaaten, die Hinrichtungen mit der Giftspritze durchführen, zu neuen Anhörungen führen. Momentan ist eine wichtige Zeit für TodesstrafengegnerInnen, die Brutalität dieser Hinrichtungsmethode in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. Gleichzeitig gilt es insbesondere in Europa zu beobachten, ob sich Pharma Firmen erneut über das EU Ausfuhrverbot hinweg setzten um doch die hinrichtenden Bundesstaaten in den USA beliefern (hier…). Laut „Berliner Umschau“ prüfe die Bundesregierung gerade ein generelles Exportverbot für Thiopental: (hier…).

weiterer Inhalt:

  1. Termine
  2. Berichte aus der Bewegung
  3. Presse über Mumia Abu-Jamal
  4. Beiträge von Mumia
  5. Stoppt rassistische Polizeigewalt
  6. Gegen Repression – Solidarität mit Gefangenen
  7. Weg mit der Todesstrafe – überall!

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Der Protest muss hörbar sein

Suzanne Ross über die Solidaritätsbewegung mit Mumia Abu-Jamal

Die Psychologin Suzanne Ross ist im New Yorker Free-Mumia-Abu-Jamal-Bündnis zuständig für internationale Kontakte. Mit ihr sprach für »Neues Deutschland« Birgit Gärtner.

18.01.2011

ND: Wie ist die Stimmung der Solidaritätsbewegung in den USA ?
Ross: Das Vorjahr begann mit einem Schock für uns. Im Jahre 2007 hatte sich das 3. Berufungsgericht in Philadelphia für die Umwandlung der Todesstrafe in lebenslange Haft ohne Bewährung ausgesprochen. Dieses Urteil wurde allerdings nie rechtskräftig, da die Bezirksstaatsanwaltschaft Philadelphia Berufung beim Obersten Gerichtshof der USA, dem Supreme Court, einlegte. Der verwies den Fall Mitte Januar 2010 zurück an dieselbe Kammer in Philadelphia, mit der Maßgabe, die Richter möchten ihre Entscheidung doch noch mal überdenken – vor dem Hintergrund des Verfahrens gegen Frank Spisak.

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Mumia: Berichte zur Anhörung am 9. Nov. 2010

Es gibt inzwischen sehr viele Berichte in den USA über die Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht.

Mitschnitt der Anhörung im Original:
http://www.ca3.uscourts.gov/oralargument/audio/01-9014MumiaAbuJamalvBeardetal.wma

(Workers World) We Are All Mumia! (19.11.10 – engl)
http://calebmaupin.blogspot.com/2010/11/we-are-all-mumia.html

(SF Bay View) Mumia must live and be free! End the racist death penalty! (18.11.10 – engl)
http://sfbayview.com/2010/mumia-must-live-and-be-free-end-the-racist-death-penalty/

(NYC Coalition to Free Mumia Abu-Jamal) Nov 9 legal procedures +the meaning for Mumia (16.11.2010 – engl)
http://de.indymedia.org/2010/11/294611.shtml

(C. Clark Kissinger) Hundreds at Philly Courthouse Demand Justice for Mumia (15.11.2010 – engl)
http://www.worldcantwait.net/index.php/home-mainmenu-289/6777-hundreds-at-philly-courthouse-demand-justice-for-mumia

(Dave Lindorff) Round Two: Third Circuit Court Panel Re-Hears Issue of Abu-Jamal’s Death Penalty on Orders of Supreme Court (10. Nov. 2010 – engl))
http://www.thiscantbehappening.net/node/300

„Xtrablatt – Mumia Abu-Jamal: Ein Leben in der Schwebe“

Am 13. November ist das „Xtrablatt – Mumia Abu-Jamal: Ein Leben in der Schwebe“ des Free Mumia Abu-Jamal! – Plenum Kiel erschienen!

http://freemumiakiel.blogsport.de/images/Mumi_102010_04_RZ_ANSICHT.jpg

Download des Xtrablatt als
Ansichts-PDF (z.B. fürs Internet)
und als
DRUCK-PDF (mit Druckrändern fürn Copyshop/Druckerei)

(Aus dem Xtrablatt:)
Es entstand, um auf die aktuelle Situation Mumia Abu Jamals aufmerksam zu machen, dessen Leben in größter Gefahr ist!

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Mumia Abu-Jamals Bundesberufungsgerichtstermin

Göttingen, den 08.11.2010

Pressemitteilung zu Mumia Abu-Jamals Bundesberufungsgerichtstermin

Am morgigen Dienstag findet im Fall Mumia Abu-Jamal vor dem Dritten Bundesberufungsgericht in Philadelphia eine Anhörung statt, bei der – auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes der USA – über sein Strafmaß beratschlagt werden soll. Zur Debatte stehen bei dieser juristischen Auseinandersetzung aber nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder die Bestätigung und damit letzten Endes wohl auch die Durchführung der gegen ihn verhängten Todesstrafe oder das lebenslängliche Wegsperren ohne Bewährung.

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Zahlreiche Mumia Soli Demos am 9. November und danach

in verschiedenen Ländern werden Menschen am kommenden Dienstag auf die Strasse gehen, um Mumias Freilassung zu fordern und gegen die Todesstrafe zu demonstrieren. Etliche Termine sind im neuen FREE MUMIA Rundbrief aufgelistet:
http://mumia-hoerbuch.de/rundbrief.htm#nov10

Weitere Termine werden regelmässig hier nachgetragen:
http://mumia-hoerbuch.de/termine.htm

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Mumia Abu-Jamal: mündliche Anhörung am 9. November 2010

Wie das Bremer Internationale Verteidigungskomitee (IVK) unter Berufung auf die Verteidigung meldete, hat das 3. Bundesberufungsgericht der USA eine mündliche Anhörung von Staatsanwaltschaft und Verteidigung über die Frage der Todesstrafe gegen Mumia Abu-Jamal für den 9. November angesetzt.

Dazu ein Artikel auf indymedia: http://de.indymedia.org/2010/09/290499.shtml

Was tun um Mumia Abu-Jamal zu unterstützen?

(Nicht aktuell!!! Stand zur Mobilisierung von 2010)

Mumia Abu-Jamals Hinrichtung verhindern! In den Bemühungen für das Leben und die Freiheit von Mumia Abu-Jamal gibt es ein paar einfache Dinge die jede/r tun kann:

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FREE MUMIA # 38

11. Oktober 2010 – Internationales Verteidigungskomitee (IVK)

Liebe Freundinnen und Freunde der Kampagne für Mumia Abu-Jamal und gegen die Todesstrafe!

Der diesjährige Internationale Tag gegen die Todesstrafe 10. Oktober wird vor allem durch die Abstimmung über den Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe markiert. Der Antrag wurde am 7. Oktober 2010 mit überwältigender Mehrheit angenommen.

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FREE MUMIA Rundbrief Mai 2010

Am 29. April hatten zwei Unterstützer aus Berlin und Heidelberg die Gelegenheit, Mumia für knapp sechs Stunden im Todestrakt vom SCI Greene in Waynesburg zu besuchen. Sie werden in den kommenden Wochen Berichte und Artikel veröffentlichen.

Hier nur einige erste Eindrücke: Mumia setzt im momentanen juristischen Abschnitt alles daran, vor eine Jury zu kommen. Natürlich ist ihm bewusst, dass das lediglich in einem begrenzten Verfahren um das Strafmass (Lebenslänglich oder Todesstrafe) möglich wäre. Trotzdem will er die Manipulationen und rassistischen Methoden aufdecken, mit denen er und Hunderttausende anderer Gefangener unschuldig zum Leben in Isolation oder Tod verurteilt wurden und werden. Mumia macht einen äusserst gesunden und starken Eindruck. Er zeigt grosses Interesse an globalen politischen Themen. Er bedankte sich mehrfach für die massiv spürbare Unterstützung aus Deutschland, besonders für die vielen Briefe und Postkarten. An seinem Geburtstag erhielt er über 50 allein aus der BRD, an jedem anderen Tag auch zwischen 5 – 10. Neuerdings erreichen ihn Postkarten auch fast ohne Zeitverzögerung. Er sagte, dass die Poststempel in der Regel nicht älter als fünf Tage seien. Starkes Interesse zeigt er an Informationen vom Übergang von Realsozialismus zum Kapitalismus in der ehemaligen DDR und am seitdem erstarkten Neo-Nazismus in der gesamten Bundesrepublik.

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FBI-Akte über Mumia Abu-Jamal freigegeben

Zum ersten Mal überhaupt besteht jetzt die Möglichkeit, die über 900 Seiten starke FBI Akte über Mumia Abu-Jamal im Original als Downlaod zu lesen. Die Aufzeichnungen über Mumia begangen lange bevor er beschuldigt wurde, einen Polizisten erschossen zu haben. Bei Beginn der Aufzeichnungen war Mumia gerade mal 14 Jahre alt.

Hier könnt ihr 6 große PDF Dateien als komprimierte Zip Files von der Webseite des New Yorker Free Mumia Bündnisses herunterladen:

http://freemumia.com/mumia_file.zip




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