Flugblatt-Download des Münchner Aufrufs (pdf) (Stand 7.11.09)
Stoppen wir die Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal!
Abschaffung der Todesstrafe – weltweit!
Wer ist Mumia Abu-Jamal ?
Seit über 27 Jahren sitzt Mumia Abu- Jamal in den USA in der Todeszelle. Verurteilt für einen Polizistenmord, der ihm untergeschoben wurde, um ihn zum Schweigen zu bringen. Der afroamerikanische Aktivist kämpft seit seiner frühesten Jugend – damals als Pressesprecher der Black Panther Party und bis heute als freier Journalist – gegen Rassismus, Polizeigewalt, Klassenherrschaft und Krieg.
Seine Verurteilung 1982 war eine Farce. Der Staatsanwalt siebte systematisch schwarze Geschworene heraus, präsentierte manipulierte sowie frei erfundene Beweise und unterdrückte entlastendes Material. Ein offen rassistisch agierender Richter sorgte dafür, dass sämtliche Verstöße gegen die verfassungsmäßigen Rechte des Angeklagten durchkamen. Seit diesem Prozess kämpft Mumia um ein neues Verfahren und seine Freiheit. Im April diesen Jahres verweigerte das Höchste Gericht der USA mit nur zwei Worten das geforderte neue Verfahren: „Antrag abgelehnt“.
Warum wir Mumia Abu-Jamal unterstützen
Die Todesstrafe ist rassistisch: Mehr als die Hälfte aller Insassen in den Todestrakten der USA sind Afro-AmerikanerInnen. Die Todesstrafe richtet sich gegen die Armen – mehr als 90 % der Gefangenen sind arm. Mumia Abu-Jamals Fall ist einer von vielen. Er war arm und konnte sich keine wirkliche Verteidigung leisten. Er ist Afroamerikaner. Mumias Fall ist beispielhaft für Tausende.
Dazu kommt: er ist politischer Aktivist und den Machthabenden ein Dorn im Auge. Mumia kämpfte in all den Jahren nicht nur für seine Freiheit, sondern setzt sich unermüdlich ein – für die zum Tode verurteilten Menschen in den Todestrakten der Welt. Als „Voice Of The Voiceless“ (Stimme der Stimmlosen), wie er schon vorher wegen seiner Arbeit als Radiojournalist genannt wurde, gibt er Gefangenen und allen, die keinen Zugang zu medialer Darstellung haben, eine Stimme und ein Gesicht.
Die Staatsanwaltschaft von Philadelphia will Mumias Hinrichtung um jeden Preis und macht großen Druck, um dieses Ziel zu erreichen. Nach Aussagen seines Anwalts R. Bryan befindet sich Mumia in der größten Lebensgefahr seit seiner Festnahme 1981.
Schon zweimal haben weltweite Proteste die angeordnete Hinrichtung verhindern können (1995 und 1999) – nur eine breite internationale Protest- und Solidaritätsbewegung wird es auch diesmal fertig bringen können, dass der geplante staatliche Mord nicht durchgeführt werden kann.
Sie wollen Mumia Abu-Jamal umbringen – wir alle gemeinsam können das verhindern!
Wenn die Richter des Supreme Court das Todesurteil bestätigen, wird 3 Tage nach dieser Entscheidung in München um 12 Uhr eine Mahnwache vor dem US-Konsulat (Königinstr./Von-der-Tann-Str.) und um 18 Uhr eine Demonstration durch München stattfinden.
Tag und Ort der Auftaktkundgebung und andere aktuelle Entwicklungen erfahrt ihr unter
www.mumia-soli-muenchen.tk (Kontakt: mumia-soli-muc (at) riseup.net)
Wenn bis dahin keine Entscheidung gefallen ist, gibt es am 5. Dezember eine Demo durch Haidhausen
Auftaktkundgebung um 14:00 Uhr, Wiener Platz.
Bereitet selbst Aktionen vor und beteiligt euch an unserem Bündnis!
Beteiligt Euch an Solidaritätsaktionen, schafft Öffentlichkeit!
Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
Kein Staat hat das Recht, Gefangene zu ermorden!
Dieser Aufruf wird bisher unterstützt (09.11.09):
aka_muc, Arbeiterstimme München, infokafé des kafé marat, karawane für die rechte der flüchtlinge und migrantInnen münchen, linksjugend [´solid] münchen, rote hilfe münchen, schülerinitiative münchen, sdaj münchen, ökumenisches büro für frieden und gerechtigkeit e.v., deutscher freidenkerverband – ortsverband münchen, netzwerk münchen e.v., die linke – kreisvorstand münchen, aki, antikonkordat, a.i.z. dorfen, hausprojekt ligsalz8, zeit & schlacht & raum e.v., münchner gewerkschaftslinke, interventionistische linke (il) – freundInnenkreis münchen, bayerischer flüchtlingsrat, autonome antifa weilheim, r/antifajugend münchen, DKP München, Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus
Spendenkonto:
Rote Hilfe e.V., OG München
Nr. 220 16 803, Postbank München,
BLZ 700 100 80, Stichwort: Mumia

